Verleihung des PRINCE2 Best Practice Awards 2014 auf dem BPUG Kongress

Verleihung des PRINCE2 Best Practice Awards 2014 an Scheidt & Bachmann GmbH

Über 120 Teilnehmer trafen sich am 14. November zum BPUG Kongress 2014 in Frankfurt am Main. Mit Vorträgen rund ums Projektmanagement, einer Award-Verleihung an herausragende Projekte sowie erstmals Round Tables zu verschiedenen Themen hatte die Best Practice User Group Deutschland (BPUG) ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Die Räume der KPMG im The SQUAIRE am Frankfurter Flughafen erwiesen sich, wie schon in den vergangenen Jahren, als idealer Veranstaltungsort.

Den Eröffnungsvortrag hielt Mike Acaster von Axelos, dem neuen Besitzer der Projektmanagementmethode PRINCE2. Alle Best Practice Methoden der OGC und des Cabinet Office (neben PRINCE2 zum Beispiel auch ITIL) sind unlängst in die Trägerschaft des Joint Ventures Axelos überführt worden. Daher war die Spannung groß, als Mike Acaster dem Publikum erklärte, wie es mit den Methoden weiter geht.

Dass die Anwendung der Projektmanagementmethode PRINCE2 zu tatsächlichem Mehrwert in der Praxis führt, bewiesen die drei Finalisten des PRINCE2 Best Practice Award 2014. Die Finalisten BITMARCK Technik GmbH, Scheidt & Bachmann GmbH sowie die Thüringer Polizei stellten ihre preiswürdigen Projekte in Frankfurt vor. Scheidt & Bachmann gewannen den Award für die Durchführung eines Projektes zur Ausstattung einer Bahnlinie mit neu entwickelten Ticketautomaten. Projektleiter Daniel Weber und Auftraggeber Oliver Hoerkens demonstrierten in ihrem Vortrag mit viel Humor, dass ihnen die gängigen Vorurteile gegenüber der Bedienbarkeit von Fahrkartenautomaten bekannt sind. Der Vortrag hat neugierig gemacht, die brandneuen Automaten zu testen - die Bayerische Oberlandbahn setzt sie an der Strecke Meridian ein. Der zweite Preis ging an die Thüringer Polizei, die mit dem Projekt Zentrale Leitstelle Bürgernähe demonstriert und sich effektiveren Prozessen öffnet. BITMARCK erhielt für das IT-Projekt Neuentwicklung Systemarchitektur, kurz: NSA, den dritten Preis.

Der Sprecher der Jury, Mike Konetzke, betonte, dass der zehnköpfigen Jury die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, da alle drei Finalisten exzellente Projekte eingereicht hätten. Das Assessmentverfahren orientierte sich am PRINCE2 Health Check. Bei der Award-Vergabe geht es nicht um die Projektinhalte, sondern allein um die Anwendung der Projektmanagementmethode. Die drei Finalisten haben sich konsequent an PRINCE2 orientiert und die Methode teilweise im Sinne von PRINCE2 weiterentwickelt.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Auswahl zwischen 16 Round Tables zu verschiedenen Themen. Die Inhalte waren breit gestreut und reichten vom Zusammenspiel von klassischen Ansätzen und Agilität über die Auswahl von Projektmanagern und die Kommunikation im Projekt bis zu Soft Skills, Mimikresonanz und Design Thinking, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Konzept der Round Table Session mit interaktiven Diskussionen in kleinen Gruppen hat sich bewährt und wurde von den Teilnehmen überaus positiv beurteilt.

Begeistert aufgenommen wurde auch der Abschlussvortrag von Wolfgang Ksoll. Auf unterhaltsame Art verknüpfte er alle Elemente des Projektmanagements, indem er die 50jährige Geschichte des Braunkohleabbaus analysierte. Der Vergleich mit dem agilen Ansatz von Scrum fehlte dabei nicht. Damit lieferte Ksoll die optimale Vorlage für das abschließende Get-together und weitere spannende Gespräche am Buffett.

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Quelle Fotos: Thomas Ruppel